Die Arbeitslosenzahlen in Deutschland
1. April 2008 – 09:43Merkwürdiger Weise sind die Arbeitslosenzahlen in Deutschland immer dann ein Thema, wenn die Bundestagswahlen anstehen. Die Quoten der Arbeitslosen bundesweit haben sich dabei seit etwa 20 Jahren nicht geändert und dennoch scheint es mit den Arbeitslosen – glaubt man es der jeweils opponierenden Partei – immer schlimmer zu werden. Eine Kuriosität ergibt sich dann etwa zur Hälfte der Regentschaft, dass aufgrund von Konjunkturaufschwüngen, besserem Wetter im Dezember und Januar und ähnlichen sich wiederholenden Gründen die Arbeitslosenzahlen in Deutschland auf einmal wieder Grund zum Optimismus bieten. Zwei Jahre später ist es dann wieder umgekehrt.
Die Arbeitslosenquote ist dann auch ein immer wiederkehrendes Thema im Wahlkampf. War um die letzte Jahrtausendwende natürlich die SPD Schuld an dem Zustand, die nur von der Weltwirtschaftskrise 1932 übertroffen werden konnte, so sind es jetzt die CDU und die SPD, vor ein paar Jahren nur die CDU.
Wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee, dass vielleicht der eine oder andere Großkonzern eventuell dafür verantwortlich ist, wenn sozusagen im großen Abwasch auf die Schnelle mal 2000 Mitarbeiter eines skandinavischen Handyherstellers auf die Straße gesetzt werden und das bei Milliarden-Gewinnen. Aber es gibt ja noch woanders noch arbeitswilligere Sklaven, die sich noch für weniger Geld gerne ausbeuten lassen. Vorstände kassieren immer mehr und weil sie ihren immensen Reichtum nicht nur auf die deutschen Konten verteilen möchten, bieten sich ja so nebenbei die Steueroasen Liechtenstein, Schweiz und die Cayman Islands an. Man muss sich ja im Ruhestand seinen Lebensstandard wahren und wenn man seine knickrigen 10 Millionen auch noch alle versteuern muss, muss man am Ende noch das schöne Appartement in Montecarlo oder Marbella verkaufen oder kann sich nicht jedes Jahr den neuesten Siebener leisten.
Aber soziale Gerechtigkeit hin – Schuld und Sühne der Parteien her, die Arbeitslosenzahlen in Deutschland werden wohl oder übel ihr Level für die nächsten Jahre behalten. Eine Vollbeschäftigung wie in den sechziger Jahren wird erst mal Utopie bleiben.
Sorry, comments for this entry are closed at this time.